Alle MADAGASSEN pflegen einen...

Ahnenstelen Totems Tribal Art Kolonialzeit

 

Alle MADAGASSEN pflegen einen ausgepr&auml;gten Ahnenkult, dessen Ursprung in Indonesien und Papa Neuginea zu finden ist. Man sieht die Seele des Verstorbenen (Razana) noch als Teil der sozialen Gemeinschaft an, welche in verschiedenen Etappen eine Einigkeit mit dem Sch&ouml;pfergott ( Zanahary) eingeht. Dieser wiederum ist mit dem Universum verbunden. Man holt sich Schutz, Rat und Kraft von den Ahnen und f&uuml;rchtet sich vor deren Zorn. Damit einhergehend gibt es, je nach Volksgruppe, unterschiedliche Begr&auml;bniskulturen. Die MAHAFALY errichten, im Vergleich zu den winzigen Holz- Wohnh&auml;usern, gro&szlig;e Kastengr&auml;ber aus Stein, welche je nach Ansehen des Verstorbenen prunkvoll gebaut werden. Die Grabanlagen befinden sich stets ausserhalb der Wohnorte. Ein Totenhaus in der Mitte, angef&uuml;llt mit seinem Hausrat, beherbergt den pr&auml;parierten Verstorbenen in einem Baumsarg.<details><summary style="text-align: center">weiter lesen ...!</summary> Der Grabbau und die Bestattungszeremonie kann Monate dauern. Die beaftragten Arbeiter werden bek&ouml;stigt und die Sch&auml;del der daf&uuml;r geschlachteten Zebus werden auf dem Grab verteilt.<br />Die Grabmalereien verweisen auf den Alltag oder W&uuml;nsche und Tr&auml;ume des Toten. Ein wichtiger Bestandteil des Ritus sind die ALOALO Stelen, welche immer als Auftragswerk von zertifizierten Schnitzern angefertigt werden. Sie stellen im Oberteil wichtige Stationen aus dem Leben des Verstorbenen, seine W&uuml;nsche und Erlebnisse dar, oft auch das verehrte Zeburind. Als Tr&auml;gerin des Lebens und Universums findet man im Unterteil meistens Frauen aber auch bedeutende Personen wie Schamanen, Stammesf&uuml;rsten und Fabelwesen. Verbunden wird dieses k&uuml;nstlerische Universum mit astrologischen Symbolen wie Halbmonden, Sternen und Ornamenten. Die MAHAFALY lassen den Toten (im Gegensatz zu anderen Landesteilen) ruhen, seine Razana h&auml;lt Kontakt mit dem irdischen Leben durch im Grab eingelassene Spiegel. So werden die Grabst&auml;tten der Mahafaly stets sich selbst &uuml;berlassen und verfallen mit den Jahrzenten. <br />Die gro&szlig;e Ethnie der SAKALAVA pflegt einen &auml;hnlichen Kult, deren Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben meistens einen h&ouml;lzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (&auml;hnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen, welche als Seelengef&auml;sse f&uuml;r den Razana des Toten dienen. Dies sind meistens Ibis, H&ouml;ckerente, Zeburind, Krokodil und Cham&auml;leon. Ber&uuml;hmt sind auch die Nackt- und Erotikdarstellungen der Ethnie (porno de sakalava), welche der Verehrung von Frauchtbarkeit, Zeugungsakt und Geschlecht dienten.

Alle MADAGASSEN pflegen einen ausgepr&auml;gten Ahnenkult, dessen Ursprung in Indonesien und Papa Neuginea zu finden ist. Man sieht die Seele des Verstorbenen (Razana) noch als Teil der sozialen Gemeinschaft an, welche in verschiedenen Etappen eine Einigkeit mit dem Sch&ouml;pfergott ( Zanahary) eingeht. Dieser wiederum ist mit dem Universum verbunden. Man holt sich Schutz, Rat und Kraft von den Ahnen und f&uuml;rchtet sich vor deren Zorn. Damit einhergehend gibt es, je nach Volksgruppe, unterschiedliche Begr&auml;bniskulturen. Die MAHAFALY errichten, im Vergleich zu den winzigen Holz- Wohnh&auml;usern, gro&szlig;e Kastengr&auml;ber aus Stein, welche je nach Ansehen des Verstorbenen prunkvoll gebaut werden. Die Grabanlagen befinden sich stets ausserhalb der Wohnorte. Ein Totenhaus in der Mitte, angef&uuml;llt mit seinem Hausrat, beherbergt den pr&auml;parierten Verstorbenen in einem Baumsarg.<details><summary style="text-align: center">weiter lesen ...!</summary> Der Grabbau und die Bestattungszeremonie kann Monate dauern. Die beaftragten Arbeiter werden bek&ouml;stigt und die Sch&auml;del der daf&uuml;r geschlachteten Zebus werden auf dem Grab verteilt.<br />Die Grabmalereien verweisen auf den Alltag oder W&uuml;nsche und Tr&auml;ume des Toten. Ein wichtiger Bestandteil des Ritus sind die ALOALO Stelen, welche immer als Auftragswerk von zertifizierten Schnizern angefertigt werden. Sie stellen im Oberteil wichtige Stationen aus dem Leben des Verstorbenen, seine W&uuml;nsche und Erlebnisse dar, oft auch das verehrte Zeburind. Als Tr&auml;gerin des Lebens und Universums findet man im Unterteil meistens Frauen aber auch bedeutende Personen wie Schamanen, Stammesf&uuml;rsten und Fabelwesen. Verbunden wird dieses k&uuml;nstlerische Universum mit astrologischen Symbolen wie Halbmonden, Sternen und Ornamenten. Die MAHAFALY lassen den Toten (im Gegensatz zu anderen Landesteilen) ruhen, seine Razana h&auml;lt Kontakt mit dem irdischen Leben durch im Grab eingelassene Spiegel. So werden die Grabst&auml;tten der Mahafaly stets sich selbst &uuml;berlassen und verfallen mit den Jahrzenten. <br />Die gro&szlig;e Ethnie der SAKALAVA pflegt einen &auml;hnlichen Kult, deren Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben meistens einen h&ouml;lzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (&auml;hnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen, welche als Seelengef&auml;sse f&uuml;r den Razana des Toten dienen. Dies sind meistens Ibis, H&ouml;ckerente, Zeburind, Krokodil und Cham&auml;leon. Ber&uuml;hmt sind auch die Nackt- und Erotikdarstellungen der Ethnie (porno de sakalava), welche der Verehrung von Frauchtbarkeit, Zeugungsakt und Geschlecht dienten. Seit der pr&uuml;den Kolonialzeit und in der sp&auml;teren sozialistischen Phase wird dieser Kult jedoch verlacht und unterdr&uuml;ckt. Die SAKALAVA vollziehen regelm&auml;&szlig;ig sog. TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgew&auml;hlte Teinehmer in Trancezust&auml;nde verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die ATANDROY, BARA und ANTANOSY pflegen auch Ahnenkulte mit skulpturellen Darstellungen, jedoch nicht so ausgepr&auml;gt. Objekte dieser Ethnien sind deshalb seltener. <br />Nun kann man eventuell, mittels guter Kontakte nach einigen Opfergaben zur Bes&auml;nftigung der Ahnen und mit Einverst&auml;ndnis der Familien funktionslose ALOALO erwerben. Manchmal werden die fertig geschnitzten Stelen auch nicht aufgestellt, weil sie nicht dem Anspruch der Familien gen&uuml;gen. Viele Stelen dienen dann als T&uuml;rw&auml;chter oder zieren die Wohnumgebung&nbsp;der Besitzer. Die Gr&auml;ber der s&uuml;dlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu ber&uuml;hren. Somit vermeidet man auch den Kontakt mit den Totengeistern LOLO, welche in der N&auml;he der Gr&auml;ber weilen. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer ausserhalb errichtet. <br />Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Der bedeutende Kopfteil wird auch oft entfernt und getrennt aufbewahrt. Seitdem Europ&auml;er diese Kunstobjekte als Sammlerst&uuml;cken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens &uuml;ber eine Person des Vertrauens in den gro&szlig;en St&auml;dten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) f&uuml;r alle Madagassen tabu ! <br />Die hier angebotenen Kopfteile von Skulpturen sind alle den&nbsp;legalen Weg gegangen und vom Familienclan verkauft. Interessant ist, daß die Madagassen überhaupt Veränderungen an den Stelen vornehmen, nach der Bestattung Teile abschneiden oder hinzufügen. Es kann passieren daß Familienmitglieder Fragmente  entwenden um in den Spirit des Objektes zu kommen. Dies ist üblich und verankert in der Glaubenswelt der Madagassen. Manchmal werden Gesichter oder Körperteile entfernt, das figürliche Holzteil wird extra aufbewahrt aber sogar zermahlen und als Medizin verwendet und gegessen. Früher gab es Kannibalismus im Süden Madagaskars und (heute noch) geheime Sitzungen der Mumifizierung wo man Leichenteile verzehrt, Leichensaft gewinnt und als heiliges Medikament (fanafod gasy) verwendet. Dies dient alles dazu in  Verbindung mit den Ahnen zu bleiben.&Uuml;ber die moralische und kulturelle Wertung dieses Handels kann man streiten, die Einen sprechen von Kulturraub wenn Objekte ausser Landes gelangen, die Sammler betonen den Erhalt der Objekte, denn in Madagaskar gibt es bisher keinerlei Bem&uuml;hungen um Konservation und Erhalt und kein seri&ouml;ses Museum f&uuml;r die eigene Geschichte.<br />Diese alten Stelen sind nicht geweiht, obwohl zu dem Zwecke der Ahnenverehrung hergestellt und konnten, je nach kulturhistorischem Wert&nbsp;legal gekauft und bis 20018 begrenzt offiziell ausgef&uuml;hrt werden. Wir haben einige der weltweit unvergleichlichen Kunstwerke im Angebot, teilweise schon aus einer alten Familiensammlung von 1975. Weitere Infos bei den Artikel und auf Anfrage.</Details

 

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